Thrustmaster Warthog Joystick - Test und √úberblick

"Das Beste vom Besten."

Einleitung:

Je l√§nger man Teil der Flugsimulatorszene ist, desto h√∂her werden meist auch die Anforderungen des virtuellen Piloten an seine Technik. Der Joystick Thrustmaster Warthog ist ein sehr hochwertiges Premium Produkt der Firma Thrustmaster und l√§sst keine W√ľnsche unerf√ľllt. Es handelt sich bei diesem Joystick um ein Nachbau des Joysticks des amerikanischen Kampfflugzeuges Fairchild-Republic A-10 Thunderbird.¬†Von den Piloten wird die A10 liebevoll "Warthog", oder auch nur "Hog" genannt. Dadurch auch der Name "Warthog" f√ľr den Joystick. Der Thrustmaster Warthog Joystick und die Schubkontrolle sind ein Nachbau der original verbauten Teil im A10 Cockpit.

√úberblick:

Der Thrustmaster Warthog kommt in zwei Modulen daher. Zu einem der Joystick und zum anderen die Schubkontrolle. Während der Joystick komplett aus Metall produziert wurde, sind bei der Schubkontrolle nur Teile aus Metall gefertigt.  Dadurch ist die Verarbeitung des Joysticks besser und wirkt hochwertiger als bei seinem Gegenpart. Nichts desto trotz sind beide Teile insgesamt

Thrustmaster Warthog Joystick

Thrustmaster Warthog Joystick

ausgezeichnet verarbeitet. Dies spiegelt sich auch in dem stattlichen Gewicht von knapp 10 Kg wieder, die beide Module des Thrustmaster Warthog auf die Waage bringen. Durch das hohes Gewicht und die gummierten Standf√ľ√üe unter den Metallplatten, sitzen sowohl Joystick, als auch Schubkontrolle bombenfest auf dem Tisch. Eine zus√§tzliche Klemme wie bei dem Saitek Pro Flight Yoke ist nicht notwendig.

Sollte man auf dem Tisch keinen Platz haben, gibt es die M√∂glichkeit, sowohl den Joysticks, als auch die Schubkontrolle mit einer Tischhalterung an zu klemmen. Die Firma Monstertech hat passende, gut verarbeitete, Tischhalterungen in Handarbeit produziert. Diese sind auf der Website von Monstertech erh√§ltlich. Sollte jemandem der veranschlagte Preise f√ľr die Halterungen zu hoch sein, gibt es f√ľr den talentierten Heimwerker die M√∂glichkeit die Tischhalterungen selber zu fertigen. Auf Grund des hohen Gewichts der einzelnen Module des Thrustmaster Warthog, ist diese Angelegenheit allerdings nicht so einfach. Hinzu kommt, dass man zus√§tzlich Kraft aus√ľbt um die Schubkontrolle und den Joystick zu bewegen. Meiner Erfahrung nach ist eine elegante Variante selber nur schwer mit Holz zu bewerkstelligen.

Hochwertiges Metllgehäuse

Sobald man den Joystick das erste Mal in den H√§nden h√§lt, merkt man gleich wie viel Zeit und Liebe in die Produktion dieses St√ľcks gegangen ist. Man merkt sofort, dass es sich um hier ein hochwertiges und sauber gearbeitetes St√ľck Hardware handelt. Dadurch hebt sich der Thrustmaster Warthog von allen bekannten Joystick-Systemen ab. Denn diese sind aus Plastik und f√ľhlen sich dadurch komplett anders an. Man hat dort eher das Gef√ľhl ein Spielzeug in der Hand zu halten. ¬†Der Warthog ist anders und das merkt man.

Hinzu kommt, dass die U.S. Airforce den Warthog lizenziert hat und in ihren Simulatoren zum Teil nutzt. Ich finde das untermauert die Qualit√§t dieses Joystick Systems weiter. Denn wenn selbst hochmoderne Luftstreitkr√§fte in ihren Trainings auf den Thrustmaster Warthog zur√ľck greifen, ist das ein Zeichen von au√üerordentlicher Qualit√§t. Allerdings muss man beachten, dass der Joystick keine z-Achse zum steuern des Seitenruddern besitzt. Dadurch kommt man um die Anschaffung von Pedalen nicht herum. In X-Plane kann man zwar auch ohne extra Pedale auskommen, dies kann ich aber nicht wirklich empfehlen. Wer knapp 300 Euro f√ľr den Warthog ausgibt, f√ľr den ist die Anschaffung von Pedalen wohl auch durchaus denkbar.

Keine Deadzone - Gleicher Kraftaufwand - Hohe Präzision

Wer nun denkt die äußere Verarbeitung des Joysticks wäre der einzige Trumpf des Warthog gewesen, der irrt sich. Denn auch unter der Haube

Thrustmaster Warthog Schubkontrolle

Thrustmaster Warthog Schubkontrolle

ist beste Technik verbaut. Verwendet wird im Joystick das Magnetsensorsystem "HallEffect AccuRate", welches eine extreme Präzision mit 16 Bit Auflösung (65536 x 655536 Werte) ermöglicht. Hinzu kommt, dass auch keine kardanische Aufhängung (Gimbal) verwendet wird. Deswegen gibt es auch keine Tote Zone (Deadzone).

Entscheidend ist dabei, dass der Kraftaufwand bei jeder Position des Joysticks gleichbleibend ist. Dadurch kann man vor allem auch bei kritischen Flugman√∂vern wie einer Landung stets 100% die Kontrolle behalten. Dies ist einer der wichtigsten Merkmale von Steuerelementen, die bei vielen Einsteiger- oder Mittelklasse Produkten schnell zu Unlust f√ľhren k√∂nnen.

Einrichtung:

Auch hier sticht der Thrustmaster Warthog aus der Masse heraus, denn beide Module k√∂nnen getrennt von einander mittels USB angeschlossen werden. Die Treiber werden bei Windows automatisch und so ist das Joystick-System nach wenigen Sekunden bei X-Plane 11 einsatzbereit. Die Schalterbelegung w√ľrde ich auch hier √ľber den X-Plane 11 Einrichtungsdialog laufen lassen. Auch eine Push to Talk Funktion kann man direkt im Teamspeak Client belegen, ohne auf die hauseigene Software von Thrustmaster zur√ľckgreifen zu m√ľssen.

M√∂chte man allerdings auch Feinheiten wie die St√§rke der Schalterbeleuchtung einstellen, braucht man daf√ľr die offizielle Software. In der Praxis habe ich seit Jahren die Software nicht anger√ľhrt, da ich die Beleuchtung stehts gleichbleibend an lasse und keine Funktion der Software vermisst habe.

Fazit:

Der Thrustmaster Warthog ist einer teures, aber eben so hochwertiges Joystick-System. Die Verarbeitung l√§sst keine W√ľnsche offen und √ľberzeugt auf ganzer Linie. Die Pr√§zision des Joysticks ist ungeschlagen in dieser Preisklasse und ist genial. Man hat das Gef√ľhl kein Spielzeug in der Hand zu halten, sondern ein echtes, authentisches Steuerger√§t. Durch Replikation des A10 Sticks, ist die Ergonomie ausgezeichnet.

Die Kn√∂pfe haben einen guten Druckpunkt und untermauern dies nur. Die Schaltervielfalt ist hoch und deckt alle Funktionen ab, die man sich w√ľnschen k√∂nnte. Durch das Abschrauben der Bodenplatten kann der Joystick perfekt in eine eigene Homecockpit-Konstruktion untergebracht werden. Sowohl die Pr√§zision des Joysticks, als auch die der Schubkontrolle ist √ľberragend. Die Achsen der Schubkontrolle kann man anheben, um zum Beispiel nach dem Leerlauf(Idle) auf Gegenschub(Reverse Thrust) zu wechseln. Hinzu kommt eine steuerbare Hintergrundbeleuchtung die auch bei Nachteins√§tzen das sichere Bedienen erm√∂glicht.

  • Erstklassige Verarbeitung aus Metall
  • Sehr hohe Pr√§zision
  • Ausgezeichnete Ergonomie
  • Langlebigkeit
  • Hohes Gewicht
  • Flexible Anwendungsgebiete

Jeder der seit l√§ngerer Zeit der Flugsimulation fr√∂hnt, kommt irgendwann an einen Punkt, an dem Einsteigerprodukte nicht mehr ausreichend sind. Als ich an diesen Punkt kam, durchforstete ich das Netz auf der Suche nach einem Produkt, welches meinen Anforderungen erf√ľllte. Zuerst abgeschreckt durch den hohen Preis, wartete ich mit der Bestellung. Nach einer scheu√ülichen Landung und dem latenten Hass auf meine damaligen Low Budget Joystick bestellte ich den Thrustmaster Warthog.¬†Dieser hat meine Erwartungen √ľbertroffen und versieht seit mehreren Jahren erfolgreich seinen Dienst.

Das Einzige was ich dabei bereut habe: Wieso haben ich den nicht schon fr√ľher gekauft? Wer also ernsthaft an der Flugsimulation und X-Plane Interesse hat, der wird keinen besseren Joystick in der Preisklasse auf dem deutschen Markt finden. Wer hier kauft, der kauft nicht zweimal, sondern einmalig. Klare Kaufempfehlung an anspruchsvolle Enthusiasten und Perfektionisten. Sollten man nur an der Schubkontrolle, oder dem Joystick Interesse haben, kann man diese auch getrennt von einander erwerben.

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